Der Webstuhl – eine geniale Erfindung der Jungsteinzeit
Freitag den 22. bis Freitag den 29. Mai 2026
Manche Meisterleistungen des menschlichen Geistes erscheinen geradezu banal oder sind so alltäglich beziehungsweise altertümlich geworden, dass sie aus dem kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft entrückt sind. Während die gezielte Herstellung von Feuer, das Rad, der Buchdruck oder die ersten Dampfmaschinen, feste Bestandteile einer jeden Zusammenfassung globaler Technikgeschichte sind, finden andere „Wunderwerke“ kaum bis gar keine Erwähnung – obgleich ein (Über-)Leben ohne sie für die menschliche Zivilisation bisweilen nicht möglich gewesen wäre. Eine dieser Errungenschaften ist der hölzerne Gewichtswebstuhl, dessen Ursprünge sich bis an den Beginn der Jungsteinzeit vor über 8.000 Jahre zurückverfolgen lassen. Es war diese Erfindung, die es der Menschheit über Jahrtausende hinweg erlaubte, anspruchsvolle Webarbeiten wie Teppiche, Röcke, Hemden und andere Textilien in vergleichsweiser kurzer Zeit herzustellen. Lassen Sie sich von der Experimentalarchäologin Gisela Michel in das Wunderwerk des steinzeitlichen Webstuhls, wie ihn auch die Pfahlbauer am Bodensee kannten, einführen!
Tipp: Am Stand von Frau Michel können Gäste das Zwirnen mit Lindenbast ausprobieren.